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Erfolgsrechnung

Umsatz

Die Emmi Gruppe konnte die kontinuierliche Wachstumsdynamik aus den Vorjahren fortsetzen und erzielte im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld ein starkes, regional breit abgestütztes organisches Wachstum von 4.3 %. Die im August 2025 bereits angehobene Prognose von 2 % bis 3 % wurde damit übertroffen. Das gute, volumengetriebene organische Wachstum war von einem erneut starken Heimmarkt Schweiz sowie von den wichtigen Wachstumsmärkten Brasilien, Chile und Mexiko getragen. Die strategischen und innovationsstarken Nischen Ready-to-drink-Kaffee mit Emmi Caffè Latte, Premium-Desserts und Spezialitätenkäse erzielten sehr erfreuliche Wachstumsraten.

Insgesamt konnte die Emmi Gruppe ihren Umsatz um 9.1 % auf CHF 4’745.7 Millionen (Vorjahr: CHF 4’348.8 Millionen) steigern. Neben dem sehr guten organischen Wachstum steuerten positive Akquisitionseffekte zusätzlich 7.9 % zum Wachstum bei. Demgegenüber standen negative Währungseinflüsse in Höhe von 3.1 %. Diese positive Umsatzentwicklung unterstreicht den Erfolg der konsequent umgesetzten Wachstumsstrategie der Emmi Gruppe und ihre hohe Innovationskraft. Der Fokus liegt auf einer ausgewogenen geografischen Präsenz in dynamischen Wachstumsmärkten sowie auf einer starken Positionierung in attraktiven Nischen mit innovativen Konzepten, die auf relevante Kunden- und Konsumentenbedürfnisse ausgerichtet sind.

Das organische Wachstum im Heimmarkt Schweiz betrug hohe 3.4 % und lag damit über den eigenen Erwartungen (0 % bis 1 %). Dieses überwiegend volumengetriebene Wachstum reiht sich in eine über die letzten zwei Jahre kontinuierlich beschleunigte Wachstumsdynamik ein. Neben der erfreulichen Entwicklung von bewährten Markenkonzepten wie Emmi Caffè Latte, Emmi Energy Milk oder Luzerner Rahmkäse vermochten Innovationen wie Emmi I’m your meal oder das Emmi High Protein Water positive Akzente zu setzen. Auch der in der Gesamtjahresbetrachtung höhere Milchpreis stützte die Umsatzentwicklung. Zudem führte ein zeitlich limitierter Auftrag zu einem positiven Einmaleffekt im zweiten Halbjahr 2025. Doch auch ohne diesen erreichte die Division Schweiz ein starkes organisches Wachstum von rund 1.8 % und übertraf damit die eigene Prognose.

Die Division Americas erzielte mit 6.4 % ebenfalls ein über den eigenen Erwartungen (4 % bis 6 %) liegendes organisches Wachstum, wozu insbesondere die dynamischen Wachstumsmärkte Brasilien, Chile und Mexiko beitrugen. Aber auch das Käsehandelsgeschäft in Kanada, das Geschäft mit lokal produzierten Käsespezialitäten in den USA und die Normalisierung des Milchaufkommens in Tunesien vermochten wesentliche Beiträge zum Divisionswachstum zu leisten.

Das organische Wachstum der Division Europa lag mit 1.4 % im Rahmen der eigenen Erwartungen (1 % bis 3 %). Positiv hervorzuheben sind die Umsätze mit Premium-Desserts aus Italien und Frankreich sowie die Umsätze mit Emmi Caffè Latte.

Die Akquisitionseffekte sind auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:

Interne Verschiebungen von Distributionskanälen einzelner Kunden führten zudem zu Akquisitions- beziehungsweise Devestitionseffekten in den Divisionen Global Trade und Europa. Auf die Gruppe hatten diese Verschiebungen zwischen einzelnen Divisionen jedoch keinen Einfluss.

Im Folgenden wird die Umsatzentwicklung in den Divisionen Schweiz, Americas, Europa und Global Trade erläutert.

Umsatzentwicklung Schweiz

in Millionen CHF

Umsatz 2025

Umsatz 2024

Differenz 2025/2024

Akquisiti- onseffekt

Währungs- effekt

Wachstum organisch

Molkereiprodukte

694.4

686.7

1.1 %

1.1 %

Käse

447.7

413.5

8.3 %

8.3 %

Frischprodukte

409.5

387.8

5.6 %

5.6 %

Frischkäse

118.1

112.5

5.0 %

5.0 %

Pulver/Konzentrate

85.3

89.3

-4.4 %

-4.4 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

90.4

81.6

10.7 %

16.3 %

-5.6 %

Total

1’845.4

1’771.4

4.2 %

0.8 %

3.4 %

Die Division Schweiz erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von CHF 1’845.4 Millionen (Vorjahr: CHF 1’771.4 Millionen), was einem Zuwachs von insgesamt 4.2 % entspricht. Unter Berücksichtigung des Akquisitionseffekts von Hochstrasser resultierte ein hauptsächlich volumengetriebenes organisches Wachstum von 3.4 %, was damit über den eigenen Erwartungen (0 % bis 1 %) lag. Neben der erfreulichen Entwicklung von bewährten Markenkonzepten wie Emmi Caffè Latte, Emmi Energy Milk oder Luzerner Rahmkäse wurde das Wachstum von einem positiven Einmaleffekt getrieben. Aber auch ohne diesen Effekt erreichte die Division ein starkes organisches Wachstum von rund 1.8 % und übertraf damit die eigene Prognose. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 38.9 % (Vorjahr: 40.7 %).

Im grössten Segment Molkereiprodukte (Milch, Rahm, Butter) stieg der Umsatz um 1.1 %. Wachstumstreiber waren vor allem der höhere Absatz von Butter im Industriekundengeschäft und der in der Gesamtjahresbetrachtung höhere Milchpreis. Auch die Umsätze mit der laktosefreien Milch der innovativen Marke Emmi good day konnte in diesem Segment erneut kräftig zulegen.

Das Segment Käse verzeichnete mit einem Umsatzwachstum von 8.3 % den stärksten Zuwachs. Der Anstieg ist in erster Linie auf den erwähnten Einmaleffekt im zweiten Halbjahr zurückzuführen. Aber auch ohne diesen Einmaleffekt und trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen mit steigenden Käseimporten, konnte das Segment Käse ein Wachstum erzielen. Getragen wurde dieses von etablierten Markenkonzepten wie Kaltbach, Luzerner Rahmkäse und Scharfer Maxx.

Auch das Segment Frischprodukte konnte mit einem Wachstum von 5.6 % deutlich zulegen. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei etablierte Markenkonzepte wie Emmi Caffè Latte und Emmi Energy Milk. Auch die im Vorjahr lancierte Trinkmahlzeit Emmi I’m your meal sowie die innovative Neuheit Emmi High Protein Water trugen zum hohen Wachstum in diesem Segment bei.

Der Umsatz im Segment Frischkäse stieg um 5.0 %, wobei vor allem Mozzarella sowie der proteinreiche Hüttenkäse zum Wachstum in diesem Segment beitrugen. Der Umsatzrückgang von 4.4 % im Segment Pulver/Konzentrate widerspiegelt die tieferen Umsätze mit Milchpulver im Industriekundengeschäft. Im Segment Übrige Produkte/Dienstleistungen stieg der Umsatz dank des akquisitorischen Beitrags aus dem Kaffeegeschäft von Hochstrasser um insgesamt 10.7 %. Organisch ging der Umsatz hingegen um 5.6 % zurück, was vor allem auf die Aufgabe bestimmter Aktivitäten ausserhalb des Kerngeschäfts zurückzuführen ist – insbesondere auf die Einstellung der Saftabfüllung.

Umsatzentwicklung Americas

in Millionen CHF

Umsatz 2025

Umsatz 2024

Differenz 2025/2024

Akquisiti- onseffekt

Währungs- effekt

Wachstum organisch

Käse

657.5

660.2

-0.4 %

1.0 %

-7.1 %

5.7 %

Molkereiprodukte

411.5

416.4

-1.2 %

0.7 %

-5.5 %

3.6 %

Frischprodukte

384.2

374.1

2.7 %

3.1 %

-5.2 %

4.8 %

Frischkäse

105.8

93.8

12.7 %

3.4 %

-11.6 %

20.9 %

Pulver/Konzentrate

52.6

44.1

19.2 %

-11.9 %

31.1 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

115.6

119.1

-3.0 %

-8.0 %

5.0 %

Total

1’727.2

1’707.7

1.1 %

1.4 %

-6.7 %

6.4 %

Die Division Americas umfasst die Emmi Gruppengesellschaften in den USA, Brasilien, Spanien, Chile, Tunesien, Mexiko und Kanada.

Der Umsatz in der Division Americas stieg im Geschäftsjahr 2025 um 1.1 % von CHF 1’707.7 Millionen auf CHF 1’727.2 Millionen. Während der positive Akquisitionseffekt aus dem Erwerb von Verde Campo im Vorjahr die Umsatzentwicklung stützte, wirkten die sehr deutlich negativen Währungseffekte umsatzmindernd. Nach Berücksichtigung dieser Effekte resultierte ein gutes organisches Wachstum von 6.4 %, welches damit über der eigenen Prognose von 4 % bis 6 % lag. Als wesentliche Treiber konnten sich erneut die dynamischen Wachstumsmärkte Brasilien, Chile und Mexiko auszeichnen. Der Anteil der Division Americas am Konzernumsatz betrug 36.4 % (Vorjahr: 39.3 %).

Im umsatzmässig grössten Segment Käse resultierte ein gutes organisches Wachstum von 5.7 %. Ein starkes Wachstum verzeichneten Chile und Brasilien mit lokal hergestelltem Käse sowie das Handelsgeschäft in Mexiko und Kanada. Das Geschäft in den USA verzeichnete ebenfalls ein Umsatzwachstum, unter anderem dank der Nummer-1-Feta-Marke Athenos sowie anderer lokal produzierter Käsespezialitäten. Das Geschäft mit aus der Schweiz importierten Käsespezialitäten verzeichnete infolge der zoll- und wechselkursbedingt zwingend notwendigen Preiserhöhungen erwartungsgemäss rückläufige Volumen und hemmte somit das Wachstum in diesem Segment.

Das Segment Molkereiprodukte wuchs organisch um 3.6 %. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten Chile mit einem Volumenwachstum bei Milch der Marke Surlat und Tunesien, wo sich die Milchmenge normalisierte. Darüber hinaus verzeichnete Darey Brands in Kalifornien ein Wachstum mit Ziegenmilch der national führenden Marke Meyenberg. Hingegen hemmten tiefere Umsätze mit UHT-Milch in Brasilien die Umsatzentwicklung in diesem Segment.

Im Segment Frischprodukte resultierte ein gutes organisches Wachstum von 4.8 %. Die stärksten Wachstumsimpulse kamen aus Brasilien und Chile mit Joghurts und Joghurtdrinks sowie aus Spanien, wo insbesondere Emmi Caffè Latte und Kefir-Produkte ein erfreuliches Wachstum verzeichneten.

Die weiteren Segmente sind für die Division gemessen am Umsatz zwar von geringerer Bedeutung, generierten aber ebenfalls alle ein organisches Umsatzwachstum. Im Segment Frischkäse resultierte ein hohes organisches Wachstum von 20.9 %, welches hauptsächlich auf höhere Umsätze mit Mozzarella in Brasilien zurückzuführen ist. Aber auch das Handelsgeschäft von Mexideli trug zum organischen Wachstum in diesem Segment bei. Im Segment Pulver/Konzentrate wurde ein starkes organisches Wachstum von 31.1 % erzielt, getragen durch die Entwicklung im Milchpulvergeschäft in Brasilien. Das organische Wachstum von 5.0 % im Segment Übrige Produkte/Dienstleistungen ist unter anderem auf die erfreuliche Entwicklung des Handelswarengeschäfts von Mexideli zurückzuführen.

Umsatzentwicklung Europa

in Millionen CHF

Umsatz 2025

Umsatz 2024

Differenz 2025/2024

Akquisiti- onseffekt

Währungs- effekt

Wachstum organisch

Frischprodukte

796.8

483.4

64.8 %

62.9 %

-3.1 %

5.0 %

Käse

134.7

126.3

6.7 %

3.4 %

-1.9 %

5.2 %

Pulver/Konzentrate

42.3

43.6

-3.0 %

-1.6 %

-1.4 %

Frischkäse

35.9

50.0

-28.2 %

-0.4 %

-1.2 %

-26.6 %

Molkereiprodukte

6.7

9.6

-30.4 %

-0.2 %

-1.2 %

-29.0 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

30.8

34.8

-11.5 %

0.1 %

-1.5 %

-10.1 %

Total

1’047.2

747.7

40.1 %

41.2 %

-2.5 %

1.4 %

Die Division Europa umfasst die Emmi Gruppengesellschaften in Frankreich, Italien, Grossbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Belgien.

Die Division Europa erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von CHF 1’047.2 Millionen, was im Vergleich zum Vorjahr (CHF 747.7 Millionen) einem Wachstum von insgesamt 40.1 % entspricht. Dies ist grösstenteils auf die im Oktober 2024 akquirierte Mademoiselle Desserts Gruppe zurückzuführen ist. Bereinigt um weitere Akquisitionseffekte und negative Währungseffekte resultierte ein organisches Wachstum von 1.4 %, das damit im Rahmen der eigenen Erwartungen (1 % bis 3 %) liegt. Die grössten Treiber des organischen Wachstums sind Dessertspezialitäten aus Italien und Frankreich sowie Emmi Caffè Latte, was sich in einem starken organischen Wachstum im Segment Frischprodukte niederschlägt. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 22.1 % (Vorjahr: 17.2 %).

Im grössten Segment Frischprodukte resultierte ein starkes organisches Wachstum von 5.0 %. Erneut erwiesen sich die innovationsstarken Dessertspezialitäten aus Italien als wichtiger Wachstumstreiber. Zudem leisteten ab dem vierten Quartal des Berichtsjahres auch die Dessertspezialitäten der im Vorjahr übernommenen Mademoiselle Desserts Gruppe einen Beitrag zum organischen Wachstum in diesem Segment. Darüber hinaus konnte Emmi Caffè Latte den Wachstumspfad trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds erfolgreich fortsetzen. Insbesondere in den Niederlanden und in Grossbritannien resultierte ein erfreuliches Wachstum.

Das Segment Käse verzeichnete mit einem organischen Wachstum von 5.2 % ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung. Wesentlicher Treiber waren höhere Umsätze in den Niederlanden, insbesondere mit aus der Schweiz importierten Käsespezialitäten wie Kaltbach. Auch in Deutschland entwickelten sich die Umsätze positiv, getragen ebenfalls von Schweizer Käsespezialitäten wie Scharfer Maxx, Raclette und Fondue.

Im Segment Frischkäse resultierte ein organischer Umsatzrückgang von 26.6 %. Hauptgrund dafür war der rückläufige internationale Absatz von Ziegenmilchfrischkäse und Ziegenkäsebruch aus den Niederlanden, der unter anderem durch die US‑Zollpolitik negativ beeinflusst wurde.

Der mit Pulver/Konzentraten erwirtschaftete Umsatz sank organisch um 1.4 %. Dies war vor allem auf rückläufige Umsätze mit Ziegenmilchpulver aus den Niederlanden aufgrund von Verzögerungen in der Lieferkette im asiatischen Markt zurückzuführen. Das Segment Molkereiprodukte verzeichnete durch den tieferen Absatz von Ziegenmilch in den Niederlanden einen organischen Umsatzrückgang von 29.0 %. Der organische Umsatzrückgang von 10.1 % im Segment Übrige Produkte/Dienstleistungen widerspiegelt vor allem rückläufige Umsätze infolge der Portfoliobereinigung nicht strategischer Dienstleistungen in Österreich.

Umsatzentwicklung Global Trade

in Millionen CHF

Umsatz 2025

Umsatz 2024

Differenz 2025/2024

Akquisiti- onseffekt

Währungs- effekt

Wachstum organisch

Käse

59.2

61.9

-4.5 %

-7.0 %

2.5 %

Frischprodukte

41.2

40.3

2.2 %

2.5 %

-0.2 %

-0.1 %

Pulver/Konzentrate

12.7

15.8

-19.6 %

-19.6 %

Molkereiprodukte

7.8

0.9

820.6 %

2.4 %

818.2 %

Frischkäse

1.2

0.7

72.6 %

29.1 %

43.5 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

3.8

2.4

59.8 %

9.1 %

0.1 %

50.6 %

Total

125.9

122.0

3.2 %

-2.3 %

-0.1 %

5.6 %

Die Division Global Trade beinhaltet primär Direktverkäufe aus der Schweiz an Kunden in Ländern, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat. Dazu gehören die asiatischen und osteuropäischen Märkte, die meisten südamerikanischen Länder und die Arabische Halbinsel. Der Anteil der Division Global Trade am Konzernumsatz betrug 2.6 % (Vorjahr: 2.8 %).

Der Umsatz der Division Global Trade belief sich auf CHF 125.9 Millionen. Verglichen mit CHF 122.0 Millionen im Vorjahr kommt dies einem Umsatzwachstum von 3.2 % gleich. Bereinigt um den Akquisitionseffekt aus der Verschiebung von Distributionskanälen von der und in die Division Europa resultierte ein organisches Umsatzwachstum von 5.6 %. Dieses betrifft zu einem Grossteil Entlastungsexporte von Magermilchpulver, Käse, Butter und Rahm aus der Schweiz.

Das organische Umsatzwachstum von 2.5 % im Segment Käse widerspiegelt höhere Entlastungsexporte von Industriekäse, welche den leichten Umsatzrückgang bei Sortenkäse überkompensierten. Im Segment Frischprodukte resultierte ein leichter organischer Umsatzrückgang von 0.1 %, der vor allem auf die rückläufige Entwicklung von Joghurts im asiatischen Raum zurückzuführen ist. Der Rückgang von 19.6 % im Segment Pulver/Konzentrate widerspiegelt die tieferen Entlastungsexporte von Magermilchpulver aus der Schweiz. Der Anstieg im Segment Molkereiprodukte ist auf höhere Entlastungsexporte zurückzuführen, insbesondere von Butter und Rahm.

Bruttogewinn

Der Bruttogewinn stieg im Berichtsjahr um CHF 213.2 Millionen respektive 12.8 % auf CHF 1’878.1 Millionen (Vorjahr: CHF 1’664.9 Millionen). Die Zunahme ist primär akquisitionsgetrieben und stammt hauptsächlich aus der im Vorjahr akquirierten Mademoiselle Desserts Gruppe. Der Bruttogewinn verzeichnete auch aus organischer Sicht eine erfreuliche Zunahme, welche durch die im Berichtsjahr ausserordentlich hohen negativen Währungseinflüsse jedoch gemindert wurde. Die Bruttogewinnmarge liegt mit 39.6 % deutlich über dem Vorjahreswert von 38.3 %, was hauptsächlich auf die höhere Bruttogewinnmarge der Mademoiselle Desserts Gruppe zurückzuführen ist, welche zum ersten Mal für ein ganzes Geschäftsjahr berücksichtigt wurde. Der erfreuliche Anstieg der Bruttogewinnmarge widerspiegelt neben positiven Akquisitionseffekten insbesondere die kontinuierliche Portfoliotransformation entlang der strategischen Nischen. Unterstützend wirkten zudem wiederum Massnahmen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung sowie in der Beschaffung.

Sondereffekte im Konzernabschluss

Im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr waren keine wesentlichen Sondereffekte zu verzeichnen. Emmi verzichtet deshalb auf den Ausweis bereinigter Ergebnisse.

Betriebsergebnis

Der Betriebsaufwand betrug im Berichtsjahr insgesamt CHF 1’397.5 Millionen, was im Vergleich zum Vorjahr (CHF 1’241.9 Millionen) einem Anstieg von CHF 155.6 Millionen entspricht. Die absolute Erhöhung resultiert hauptsächlich aus den im Vorjahr getätigten Akquisitionen. Im Vergleich zur Umsatzentwicklung ist der Betriebsaufwand mit 12.5% überproportional angestiegen, was den erfreulichen Margenzuwachs auf Stufe Bruttogewinn entsprechend minderte.

Der Personalaufwand stieg von CHF 625.6 Millionen im Vorjahr auf CHF 742.5 Millionen im Berichtsjahr. Der Anstieg von CHF 116.9 Millionen ist zu einem wesentlichen Teil auf die im Vorjahr getätigten Akquisitionen zurückzuführen. Diese erhöhten den Personalaufwand nicht nur absolut, sondern weisen aus Gruppensicht auch einen überdurchschnittlichen Anteil im Verhältnis zum Umsatz auf. Entsprechend stieg der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz von 14.4 % im Vorjahr auf 15.6 % im Berichtsjahr. Darüber hinaus blieb der Druck auf die Lohnkosten insgesamt hoch. Sekundäreffekte der hohen Inflationsraten der vergangenen Jahre führten aufgrund der Angleichung der Reallöhne vielerorts zu höheren Lohnkosten, was durch Effizienzmassnahmen im Personalbereich jedoch weitgehend kompensiert werden konnte.

Der Sonstige Betriebsaufwand belief sich im Berichtsjahr auf CHF 655.0 Millionen (Vorjahr: CHF 616.3 Millionen), was einer Zunahme von CHF 38.7 Millionen entspricht. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen wiederum auf akquisitionsbedingte Effekte zurückzuführen. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierte sich der Sonstige Betriebsaufwand jedoch von 14.2 % im Vorjahr auf 13.8 % im Berichtsjahr. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere tiefere Marketing- und Verkaufsaufwendungen – einerseits aufgrund des geringen relativen Kostenanteils bei der Mademoiselle Desserts Gruppe, andererseits wegen höherer Aufwendungen im Vorjahr, etwa für die Emmi Caffè Latte Jubiläumskampagne 2024. Aber auch die Kosten für Energie und Betriebsmaterialien, Raumkosten, Unterhalt und Reparaturen entwickelten sich im Verhältnis zum Umsatz rückläufig. Demgegenüber stiegen die Logistikkosten und Verwaltungsaufwendungen, ebenfalls getrieben durch die im Vorjahr getätigten Akquisitionen.

Die Anderen betrieblichen Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 11.6 Millionen (Vorjahr: CHF 7.6 Millionen). Der Anstieg betrifft verschiedene betriebliche Erträge wie unter anderem erhaltene oder zugesagte Versicherungsleistungen aus Schadenfällen.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtsjahr auf CHF 492.3 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr (CHF 430.6 Millionen) kommt dies einem Anstieg um CHF 61.7 Millionen gleich. Die EBITDA-Marge stieg von 9.9 % im Vorjahr auf 10.4 % im Berichtsjahr.

Der erwartungsgemäss deutliche Anstieg der Abschreibungen und Amortisationen von CHF 127.9 Millionen im Vorjahr auf CHF 157.6 Millionen resultiert aus den im Vorjahr getätigten Akquisitionen und betrifft insbesondere die Abschreibungen der neu bewerteten Sachanlagen sowie die Amortisationen der Kundenbeziehungen aus der Akquisition von Mademoiselle Desserts im vierten Quartal des Vorjahres.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Berichtsjahr CHF 334.6 Millionen und lag damit innerhalb der eigenen Prognose von CHF 330 bis 350 Millionen. Verglichen mit dem Vorjahreswert von CHF 302.7 Millionen resultierte ein Anstieg von CHF 31.9 Millionen, welcher sowohl auf organische Verbesserungen wie auch auf die im Vorjahr getätigten Akquisitionen zurückzuführen ist. Ohne die substanziellen negativen Fremdwährungseffekte aufgrund der Stärkung des Schweizer Frankens und die negativen Effekte aus den zusätzlichen US-Zöllen wäre das Ergebnis auf Stufe EBIT deutlich höher beziehungsweise über dem oberen Ende der eigenen Prognose ausgefallen. Die resultierende EBIT-Marge von 7.1 % liegt leicht über der EBIT-Marge des Vorjahres (7.0 %).

Anteil am Ergebnis von assoziierten Gesellschaften, Finanzergebnis und Ertragssteuern

Beim Ergebnis von assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsorganisationen resultierte ein Verlust von CHF 0.2 Millionen im Vergleich zu einem Verlust von CHF 0.6 Millionen im Vorjahr.

Das Finanzergebnis (Nettofinanzaufwand) belief sich auf CHF 38.3 Millionen gegenüber CHF 21.4 Millionen im Vorjahr. Die um CHF 7.5 Millionen höheren Zinsaufwendungen resultierten vor allem aus der Finanzierung der Akquisition von Mademoiselle Desserts im Vorjahr. In Kombination mit den tieferen Zinserträgen resultierte im Berichtsjahr ein Anstieg des Nettozinsaufwands um CHF 10.1 Millionen auf CHF 26.8 Millionen (Vorjahr: CHF 16.7 Millionen). Das Fremdwährungsergebnis fiel mit einem Aufwand von CHF 9.3 Millionen infolge der ausserordentlichen Verwerfungen im Berichtsjahr um CHF 7.1 Millionen schlechter aus als im Vorjahr (CHF 2.2 Millionen).

Die Ertragssteuern betrugen im Berichtsjahr CHF 48.6 Millionen, verglichen mit CHF 42.6 Millionen im Vorjahr. Die Steuerquote erhöhte sich auf 16.4 % (Vorjahr: 15.2 %) was auf den höheren Ergebnisanteil von ausländischen Gesellschaften mit jeweils höheren lokalen Steuersätzen zurückzuführen ist.

Reingewinn

Der Gewinn einschliesslich Minderheitsanteile betrug CHF 247.5 Millionen. Gegenüber den CHF 238.1 Millionen im Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um CHF 9.4 Millionen.

Die Erhöhung der Minderheitsanteile am Unternehmensgewinn von CHF 17.8 Millionen im Vorjahr auf CHF 20.5 Millionen im Berichtsjahr ist – obwohl sie den Reingewinn schmälert – ein positives Zeichen. Dies zeigt, dass die Gesellschaften mit Minderheitsanteilen ihre Profitabilität im Berichtsjahr insgesamt steigern konnten.

Der entsprechend resultierende Reingewinn von CHF 227.1 Millionen lag um CHF 6.8 Millionen beziehungsweise 3.1 % über dem Vorjahr (CHF 220.3 Millionen). Die Reingewinnmarge belief sich auf 4.8 % gegenüber 5.1 % im Vorjahr, womit diese ebenfalls im Rahmen der eigenen Prognose von 4.8 % bis 5.3 % zu liegen kam.